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GGL-Studie enthüllt Anteil legaler Anbieter im deutschen Online-Glücksspiel

Elena Simmons · May 16, 2026

GGL-Studie enthüllt Anteil legaler Anbieter im deutschen Online-Glücksspiel

Infografik zur GGL-Studie über legale und illegale Online-Glücksspielmärkte in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat kürzlich eine detaillierte Untersuchung veröffentlicht, die zeigt wie sich die Ausgaben im Online-Glücksspiel auf legale und illegale Anbieter verteilen, während die Ergebnisse auf einer Befragung von 2000 Nutzern beruhen und den Stand für das Jahr 2024 abbilden. Laut dieser Erhebung fließen 77,03 Prozent der Gesamtausgaben für Poker, Sportwetten und Casino-Spiele über lizenzierte Plattformen, der illegale Markt hingegen beansprucht 22,97 Prozent, was einem Volumen von rund 547 Millionen Euro entspricht.

Umfang und Methodik der Untersuchung

Die Studie, die im Auftrag der GGL durch das Blockchain Research Lab durchgeführt wurde, erfasst nicht nur die reinen Umsatzanteile, sondern beleuchtet auch die Nutzungsgewohnheiten der Spieler, während sie gleichzeitig aufzeigt, welche Kanäle bevorzugt werden und wie sich der Markt seit Inkrafttreten des neuen Regelwerks entwickelt hat. Forscher befragten die Teilnehmer zu ihren Ausgabengewohnheiten über mehrere Monate hinweg, und die gewonnenen Daten ermöglichen eine präzise Einschätzung der Marktstruktur, da sowohl lizenzierte als auch nicht lizenzierte Angebote berücksichtigt wurden.

Interessant ist, dass die Befragung verschiedene Altersgruppen und Regionen abdeckte, sodass regionale Unterschiede sichtbar werden, während die Ergebnisse zugleich verdeutlichen, dass ein signifikanter Teil der Spieler mittlerweile lizenzierte Anbieter nutzt, die strengen Kontrollen unterliegen. Die Zahlen basieren auf selbstberichteten Ausgaben, die durch zusätzliche Validierungsverfahren ergänzt wurden, und sie liefern somit eine solide Grundlage für regulatorische Entscheidungen.

Kontext des Glücksspielstaatsvertrags von 2021

Der Interstate Gambling Treaty von 2021 schuf erstmals ein einheitliches Regelwerk für das Online-Glücksspiel in Deutschland, und er legte klare Vorgaben für Lizenzvergaben sowie für den Spielerschutz fest, während er gleichzeitig illegale Angebote unter Strafe stellte. Die aktuelle Studie erscheint nun vor der umfassenden Überprüfung dieses Vertrags, die für Ende 2026 angesetzt ist, und sie liefert den zuständigen Behörden wichtige Erkenntnisse darüber, wie effektiv die bestehenden Regelungen bisher greifen.

Bereits im Mai 2026 werden vorbereitende Gespräche zwischen den Ländern und der GGL intensiviert, um mögliche Anpassungen rechtzeitig zu evaluieren, während die Studie als zentrale Referenz für diese Diskussionen dient. Experten betonen, dass die Daten zeigen wie weit der legale Markt bereits fortgeschritten ist, doch sie machen zugleich deutlich, dass noch Raum für weitere Maßnahmen besteht.

Forderung nach konsequenterer Durchsetzung

Diagramm mit Marktanteilen von legalen und illegalen Online-Glücksspielanbietern laut GGL-Bericht

Regulierungsbehörden setzen sich dafür ein, die Durchsetzung bestehender Vorschriften gegen illegale Anbieter zu verschärfen, anstatt die Regeln zu lockern, und sie begründen diese Position mit den Ergebnissen der aktuellen Erhebung, die einen noch immer relevanten Anteil nicht lizenzierter Plattformen ausweist. Die 547 Millionen Euro, die im illegalen Bereich umgesetzt wurden, stellen nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein sicherheitsrelevantes Problem dar, da diese Angebote keiner Kontrolle bezüglich Spielsuchtprävention oder Jugendschutz unterliegen.

Die GGL hat bereits in der Vergangenheit Maßnahmen wie IP-Sperren und Zahlungsblockaden ergriffen, und die Studie liefert nun zusätzliche Argumente, diese Instrumente weiter auszubauen, während sie gleichzeitig die Notwendigkeit internationaler Kooperationen unterstreicht, um grenzüberschreitende illegale Angebote effektiv einzudämmen. Beobachter merken an, dass ein konsequenteres Vorgehen langfristig zu einer weiteren Verschiebung der Marktanteile zugunsten legaler Anbieter führen könnte.

Auswirkungen auf Spieler und Anbieter

Spieler, die legale Plattformen nutzen, profitieren von klaren Sicherheitsstandards, und sie erhalten Zugang zu verantwortungsvollen Spielmechanismen wie Einzahlungslimits und Selbstsperren, während illegale Angebote oft mit höheren Risiken verbunden sind. Die Studie zeigt, dass ein wachsender Anteil der Nutzer diese Vorteile erkennt und zunehmend auf lizenzierte Anbieter umsteigt, was den Trend hin zu einem regulierten Markt verstärkt.

Anbieter mit gültiger Lizenz müssen strenge Auflagen erfüllen, und sie tragen durch Steuerzahlungen zur Finanzierung staatlicher Programme bei, während die verbleibenden illegalen Akteure diese Pflichten umgehen. Die Daten deuten darauf hin, dass weitere Aufklärungskampagnen den Übergang zu legalen Angeboten zusätzlich beschleunigen könnten, und sie geben den Behörden konkrete Anhaltspunkte, wo gezielte Maßnahmen besonders wirksam wären.

Ausblick auf die Überprüfung 2026

Die Ergebnisse der GGL-Studie werden in die Vorbereitungen für die Vertragsüberprüfung Ende 2026 einfließen, und sie dienen als Grundlage für Diskussionen darüber, ob zusätzliche Regulierungen oder verstärkte Kontrollen notwendig sind. Während der legale Markt bereits über drei Viertel der Ausgaben abdeckt, bleibt der illegale Anteil ein zentrales Thema, das vor der anstehenden Evaluierung weiter beobachtet werden soll.

Langfristig könnte eine erfolgreiche Eindämmung illegaler Angebote zu einem noch stabileren und sichereren Markt führen, und die vorliegenden Zahlen zeigen bereits positive Entwicklungen seit 2021 auf. Die GGL plant, die Überwachung fortzusetzen und regelmäßig aktualisierte Daten bereitzustellen, damit Entscheidungsträger stets auf fundierten Informationen aufbauen können.